Wer wir sind

Siebenten-Tags-Adventisten
in der Schweiz

Die Adventgemeinde Basel ist Teil der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten – einer weltweiten Familie mit über 24 Millionen Mitgliedern. In der Schweiz sind wir über 5000 adventistische Christinnen und Christen, die in über 64 Kirchgemeinden gemeinsam Gottesdienst feiern.

Und wir vor Ort? Unsere Kirchgemeinde in Basel zählt rund 200 Mitglieder – eine bunte Mischung, was Alter, Herkunft und Tätigkeiten angeht. Schau doch einfach mal bei uns vorbei, wir freuen uns auf dich. Oder nimm ganz unkompliziert Kontakt mit uns auf.

Name und Logo

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Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit für alle – diese Hoffnung trägt uns, und sie zeigt sich besonders an einem Tag: dem Sabbat, dem siebten Tag der Woche, den wir als besonderen Ruhetag begehen.

Der Sabbat erinnert uns an die Schöpfung der Welt – und an die Hoffnung auf eine erneuerte, heilere Zukunft. Man kann ihn sich wie eine Zeitoase im Alltag vorstellen: ein bewusster Abstand vom ständigen Leistungsdruck, Raum für Ruhe, Gemeinschaft und persönliche Besinnung.

Und er erinnert uns an etwas Grundlegendes: die Würde und Gleichwertigkeit aller Menschen. Der Sabbat lädt uns ein, solidarisch zu leben. An diesem Tag feiern wir das Leben, Gottes Güte – und die Hoffnung auf eine bessere Welt.

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Wir glauben, dass Jesus eines Tages wiederkommt – um das Reich Gottes vollendet herbeizuführen: eine Welt, in der Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit für alle Geschöpfe herrschen.

Diese Hoffnung auf eine erneuerte Erde prägt nicht nur unseren Glauben, sondern auch unseren Namen: ‹Adventisten› – Menschen, die auf das Kommen (lateinisch: adventus) Gottes vertrauen.

Geschichte

Unsere Geschichte beginnt 1863 in den USA – dort wurde die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (englisch: Seventh-day Adventist Church) gegründet. Ihre Wurzeln reichen aber noch weiter zurück: zum Second Great Awakening, einer der grossen religiösen Erneuerungsbewegungen des 19. Jahrhunderts, die zwischen 1800 und 1840 über 100’000 Menschen in den USA erreichte.

Und die Schweiz? Die spielte von Anfang an mit: Schon ab 1867 entstanden erste adventistische Gemeinschaften, vor allem im Jurabogen – etwa in Tramelan im Kanton Bern. 1883 folgte dann in Basel die erste offizielle Adventgemeinde.

Zahlen und Fakten

Die Adventisten unterhalten weltweit das grösste protestantische Bildungswerk, zahlreiche medizinische Institutionen sowie über 118 Landesbüros des Hilfswerks ADRA «Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe».

Was ist eine Freikirche?

Kirche und Staat – wie passt das zusammen?

In der Schweiz regelt das eigentlich jeder Kanton für sich. Man unterscheidet dabei zwischen Landeskirchen und Freikirchen – und wir gehören zu Letzteren.

Das heisst konkret: Wir sind vom Staat unabhängig und rechtlich nicht an einen Kanton gebunden. Wie die meisten Freikirchen sind wir als Verein organisiert (nach Artikel 60 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, falls du es genau wissen willst). Bei uns machst du freiwillig mit, niemand muss Mitglied werden – und finanziert wird das Ganze durch freiwillige Beiträge unserer Mitglieder. Keine Kirchensteuer, kein Zwang.

Und weil wir nicht allein unterwegs sein wollen: Als Adventisten in der Deutschschweiz sind wir Teil des Dachverbands ‹VFG – Freikirchen Schweiz›, dem Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinden.

Sind wir eine Sekte? Kurz und ehrlich: Nein.

Diese Frage bekommen wir öfter gestellt, als man denkt – und wir beantworten sie gerne offen.

Die «Evangelische Informationsstelle Kirchen – Sekten – Religionen» (relinfo) hat drei Merkmale definiert, die gemeinsam vorliegen müssen, damit man bei einer Gemeinschaft von hoher Sektenhaftigkeit sprechen kann:

  1. Eine Führung, die nie kritisiert werden darf
  2. Regeln, die praktisch das ganze Leben bestimmen
  3. Eine Kontrolle, ob diese Regeln auch eingehalten werden – offen oder versteckt

Und genau da können wir dir ganz entspannt sagen: Das ist nicht wir.

Wir glauben nicht, dass wir die einzigen sind, die es «richtig» machen. Bevormundung, Manipulation, Menschen kleinhalten oder ihnen die eigene Entscheidungsfreiheit nehmen – das lehnen wir klar ab. Stattdessen setzen wir uns dafür ein, dass jeder Mensch frei glauben (oder auch nicht glauben) darf, wie und was er möchte. Religionsfreiheit ist uns wichtig – für alle, nicht nur für uns.

Kurz gesagt: Bei uns darfst du zweifeln, fragen, mitreden und dir deine eigene Meinung bilden. Genau so soll Glaube sein.

Wie wir uns finanzieren

Ganz einfach: durch euch. Unsere Arbeit als Freikirche wird ausschliesslich durch freiwillige Spenden finanziert – von Mitgliedern und Gönner*innen.

Viele orientieren sich dabei am «Zehnten», wie er schon in der Bibel beschrieben wird: zehn Prozent des Einkommens. Aber es bleibt nicht nur beim Geld – viele packen auch persönlich mit an, bringen sich mit ihrer Zeit und ihrem Einsatz ein, und unterstützen darüber hinaus mit zusätzlichen Spenden.

Und weil wir eine weltweite Kirche sind, denken wir auch global: Über einen solidarischen Finanzausgleich unterstützen wir gezielt Kirchenregionen, die finanziell weniger gut aufgestellt sind. So trägt jede Spende nicht nur die eigene Gemeinde, sondern das grössere Ganze mit.

Organisation

Regionale Ebene

Ortsgemeinde

Adventist sein heisst, Teil einer weltweiten Familie zu sein: Wir sind in über 210 Ländern und Territorien aktiv. Und dabei sind wir demokratisch aufgebaut. Das Fundament bilden die Ortsgemeinden – sie sind sozusagen der Souverän unserer Kirchenstruktur. Geleitet wird eine Gemeinde von einem Mann oder einer Frau im Ehrenamt, gemeinsam mit einem Leitungsteam und einem vollamtlichen Pastor bzw. einer Pastorin. Und: In der Ortsgemeinde dürfen sowohl Frauen als auch Männer wählen und gewählt werden.

Ganz ehrlich sind wir aber auch bei dem, was (noch) nicht überall gleich ist: Pastorinnen können aktuell nicht ordiniert werden. Das bedeutet, ihnen bleiben Kirchenleitungsfunktionen verwehrt, die eine Ordination voraussetzen.

Regionale Kirchenleitung (Vereinigung)

Damit nicht jede Ortsgemeinde alles allein stemmen muss, schliessen sich die Gemeinden einer Region in einer sogenannten Vereinigung zusammen – das ist quasi die regionale Kirchenleitung. An sie delegieren die Ortsgemeinden Aufgaben und Tätigkeiten, die auf regionaler Ebene sinnvoller gelöst werden.

Diese Vereinigung ist keine lose Struktur, sondern besitzt Rechtspersönlichkeit und ist in der Schweiz als Verein organisiert (Art. 60 ZGB).

Konkret gibt es bei uns zwei solche regionalen Kirchenleitungen: eine für die Romandie und das Tessin und eine für die Deutschschweiz.

Überregionale Ebene

Überregionale Kirchenleitung (Union oder Verband)

Die einzelnen Vereinigungen wiederum sind Teil einer Union oder eines Verbands – das ist die überregionale Kirchenleitung. Bei uns in der Schweiz heisst dieser Dachverein «Schweizer Union der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten». Er vereint beide Vereinigungen – also die Deutschschweiz sowie die Romandie und das Tessin – unter einem gemeinsamen Dach.

Teilkontinentale Kirchenleitung (Division)

Und weiter geht die Reise: Mehrere Unionen bzw. Verbände bilden zusammen eine Division – eine teilkontinentale Kirchenleitung. Davon gibt es weltweit 13. Wir in der Schweiz gehören zur «Intereuropäischen Division» (kurz EUD).

Weltkirchenleitung (Generalkonferenz)

Die 13 Divisionen sind quasi die Aussenstellen der Generalkonferenz – unserer Weltkirchenleitung.

Und das höchste Entscheidungsorgan der ganzen Kirche? Das ist die Generalkonferenz-Vollversammlung, unsere Weltsynode. Sie findet alle fünf Jahre statt und bringt Delegierte aus der ganzen Welt zusammen.